28.08.2025
Viele Angehörige fragen sich, wie eine intensive Pflege außerhalb des Krankenhauses organisiert werden kann, besonders dann, wenn das eigene Zuhause an Grenzen stößt. Pflege-Wohngemeinschaften bieten hier eine Lösung: professionelle Betreuung rund um die Uhr in einer wohnlichen Umgebung, die Sicherheit und ein echtes Zuhause-Gefühl vereint.
Eine Wohngemeinschaft (WG) ist eine speziell eingerichtete Wohnform für Menschen mit hohem pflegerischen Bedarf, etwa bei Beatmungspflicht oder einer Trachealkanüle. Anders als in einer Klinik leben die Bewohner hier in einem familiären Umfeld mit privater Atmosphäre. Gleichzeitig ist jederzeit Fachpersonal vor Ort, das die medizinische Sicherheit gewährleistet.
Das Leben in einer Pflege-Wohngemeinschaft bietet zahlreiche Vorteile. Statt isoliert zu sein, sind die Bewohner Teil einer kleinen Gemeinschaft, in der eine wohnliche Atmosphäre entsteht. Pflegekräfte und Angehörige tragen dazu bei, dass menschliche Nähe spürbar bleibt auch wenn Bewohner nur eingeschränkt teilnehmen können. Individuell angepasste Tagesstrukturen und Besuche von Angehörigen tragen, soweit möglich zu einer wohnlichen, familienähnlichen Atmosphäre bei. Pflegekräfte und Angehörige tragen dazu bei, dass menschlicher Kontakt spürbar bleibt, auch wenn Bewohner nur eingeschränkt teilnehmen können.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Organisation: Fachlich geschultes Personal übernimmt nicht nur die medizinische Versorgung, sondern koordiniert auch Therapien, Arzttermine und den Austausch mit Angehörigen. Für Familien bedeutet das eine spürbare Entlastung, weil sie wissen, dass ihr nahestehender Mensch rundum gut betreut ist. Gleichzeitig bleibt genug Raum für persönliche Begegnungen, denn jedes WG-Mitglied hat sein eigenes Zimmer für Privatsphäre.
Seit dem 1. Juli 2025 gilt die Außerklinische Intensivpflege-Richtlinie (AKI-RL) des Gemeinsamen Bundesausschusses bundesweit verbindlich. Damit gelten für alle Krankenkassen und Leistungserbringer einheitliche Standards bei Verordnung, Qualifikation und Qualitätssicherung. In der praktischen Umsetzung können sich jedoch regionale Unterschiede zeigen, etwa bei der Verfügbarkeit spezialisierter Pflegedienste oder Einrichtungen.
Ein zentrales Element der Richtlinie ist das Entwöhnungsmanagement: Bei beatmeten und trachealkanülierten Patienten wird regelmäßig überprüft, ob eine Entwöhnung von der Beatmung möglich ist. In Wohngemeinschaften gelten dabei dieselben hohen Qualitätsanforderungen wie in der häuslichen Intensivpflege.
Dazu gehören nicht nur speziell geschulte Pflegekräfte, sondern auch regelmäßige Qualitätsprüfungen durch unabhängige Stellen wie den Medizinischen Dienst. Zusätzlich müssen bauliche und organisatorische Rahmenbedingungen stimmen, damit eine sichere Versorgung gewährleistet ist. Für Angehörige bedeutet das: Pflege-Wohngemeinschaften sind nicht nur eine organisatorische Entlastung, sondern auch rechtlich klar geregelt und auf höchste Standards ausgerichtet.
Eine Intensiv-Wohngemeinschaft kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn die häusliche Versorgung räumlich oder organisatorisch nicht möglich ist Auch für Menschen, die neben Sicherheit Wert auf eine stabile und verlässliche Versorgung legen, bietet dieses Modell viele Vorteile. Es verbindet die Sicherheit einer professionellen Betreuung mit der Wohnlichkeit einer vertrauten Atmosphäre und ist damit eine wertvolle Alternative zur Intensivpflege zu Hause.
Wohngemeinschaften zeigen, dass außerklinische Intensivpflege nicht nur funktional, sondern auch menschlich gestaltet werden kann. Sie verbinden professionelle intensivpflegerische Betreuung mit einem vertrauten, fast schon familiären Umfeld. Für viele Familien ist das eine große Entlastung und eine echte Alternative.
MVM Intensiv bietet in Schwabach eine kostenfreie Wohngemeinschaft für außerklinische Intensivpflege an. Unsere qualifizierten Fachkräfte sorgen für Sicherheit, Verlässlichkeit und Kontinuität, damit Ihre Liebsten bestens betreut sind und Sie als Angehörige spürbar entlastet werden.